Neuer Steg Rheinfelden (ABH008)

Die beiden Städte Rheinfelden (D und CH) wollen eine neue rund 4,5 Meter breite und ca. 300 Meter lange Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Rhein bauen. Dadurch soll über die natürliche Grenze hinweg eine Verbindung für Rad- und Fußgänger zwischen Deutschland und der Schweiz geschaffen werden. Sie dient sowohl der angrenzenden Bevölkerung beider Rheinfelden, trägt aber auch indirekt dazu bei, dass eine Entlastung der Umwelt erfolgt.

Der neue Rheinsteg soll etwas unterhalb der Lage des ehemaligen Wasserkraftwerks auf deutscher Seite in Höhe des Industriegebietes und auf Schweizer Seite auf Höhe der Kur- und Reha-Einrichtungen gebaut werden. Die neue Verbindung über den Rhein hinweg wird notwendig, da die „Alte Rheinbrücke“ auf Grund des Großpflasters nur bedingt für Radfahrer tauglich ist. Die Rheinüberquerung bei der neuen (Autobahn-) Brücke der A 861 ist für den Austausch zwischen den beiden Städten zu weit entfernt und bedeutet zu große Umwege für Radfahrer. Da auf der Schweizer Seite in der Nähe des geplanten Steg-Standortes viele Gesundheits- und Reha-Einrichtungen liegen und dort sehr viele Berufspendler aus Rheinfelden (Baden) arbeiten, müssen sie derzeit einen großen Umweg über die "Alte Rheinbrücke" nehmen – oder benutzen stattdessen ihr Auto. Die neue Verbindung zwischen den beiden Grenzstädten, in der Nähe zum Arbeitsort vieler deutscher Pendler, ist daher vor allem im täglichen Langsamverkehr von großer Bedeutung. Hinzu kommt auf badischer Seite noch ein neues Wohngebiet (Grendelmatt III) in der Nähe des geplanten Steges, so dass durch den Bevölkerungszuwachs auch die Zahl der Pendler in die Schweiz sehr wahrscheinlich weiter steigen wird. Außerdem ist geplant im Zuge der Elektrifizierung der Hochrhein-Bahnstrecke einen zusätzlichen Haltepunkt im Bereich des Industrieareals – und somit in unmittelbarer Nähe zum geplanten Steg – einzurichten. Für Pendler würde sich dann ein schneller und bequemer Zugang zu den Arbeitsplätzen in der Schweiz eröffnen.

Der geplante neue Steg wird in den beiden Rheinfelden dazu beitragen, dass der motorisierte Verkehr verringert werden kann und der Langsamverkehr zunehmen wird. Die Förderung des Langsamverkehrs ist ein zentrales Anliegen der Stadtentwicklung in beiden Rheinfelden. Damit kann die Schadstoffbelastung ebenso wie die Lärmbelastung spürbar verringert werden. Neben dieser innerstädtischen Entwicklung in den beiden Rheinfelden kommt dem geplanten Steg aber auch eine zusätzliche Rolle im Freizeit- und Tourismusbereich zu. Denn er schafft eine Verbindung zwischen der Schweizerischen nationalen Radroute und den Aargauer Wanderwegen zum deutschen Rheintal-/Südschwarzwaldweg und den Verbindungen zum Dinkelberg.

 

  Projekttitel

Neubau Rheinsteg beider Rheinfelden

Website https://www.rheinfelden.de/rheinsteg
Projektzeitraum 01.01.2014 - 31.12.2020

Kofinanzierungssatz

EU: 60,00%

Beteiligte Länder

DE, CH
   
   

 

Leadpartner

Stadt Rheinfelden, Tiefbauabteilung
Kirchplatz 2
79618 Rheinfelden (Baden)
Deutschland

Projektpartner

  •  Stadt Rheinfelden (CH)



 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 3.785.890,00
€ 2.271.534,00
Schweiz: € 0,00 € 0,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 3.785.890,00  € 2.271.534,00