Digitale Pflanzenschutzmittelübernahme (ABH009)

Das Ziel des Projektes war es die „amtliche“ Pflanzenschutzmittelliste der verschiedenen beteiligten Länder so aufzubereiten, dass Sie einfacher in das Dosierungsberechnungstool XComply implementiert werden kann. Damit soll die Sicherheit für die Landwirte erhöht werden, dass sie mit richtigen Pflanzenschutzmitteldaten arbeiten und sie damit möglichst keine formellen Behandlungsfehler machen zu können.

Ausgelöst wurde das Projekt durch die unbefriedigende Situation, dass sich die User des Tools XComply für die Berechnung von Pflanzenschutzbehandlungen, nicht zu 100% darauf verlassen konnten, dass die zugelassenen Pflanzenschutzmittel auch absolut richtig hinterlegt sind. Damit dies einigermaßen gesichert war, war ein immenser Aufwand an Betreuung der Datenbank erforderlich. Trotz größter Sorgfalt konnten einerseits beim Einpflegen der Daten Fehler passieren andererseits ist auch die amtliche Pflanzenschutzmittelliste nie wirklich fehlerfrei.

Da auch während des Jahres Änderungen der Mittelliste erfolgen, und diese Änderungen nicht wirklich in aufbereiteter Form zur Verfügung gestellt wurden, war es auch extrem zeitaufwändig, die Mitteldatenbank während des Jahres auf einem aktuellen Stand zu halten. Diese Situation war letzten Endes der Ausgangspunkt für das aktuelle Projekt. Es sollte ein Tool geschaffen werden, welches die amtliche Mittelliste so aufbereitet, dass sie direkt in XComply eingelesen werden kann. In weiterer Folge sollte es dann möglich sein, Änderungen in der amtlichen Liste herauszufiltern und in entsprechender Form darzustellen, damit diese Änderungen leichter eingepflegt werden können. Dabei geht es um Änderungen einzelner Felder für neue Mittel und Indikationen sowie um das Entfernen von Mitteln und Indikationen. Eine der Schwierigkeiten dabei war, dass die Spritzmittellisten in den beteiligten Ländern (Österreich, Deutschland und Schweiz) völlig unterschiedlich aufgebaut sind und auch in unterschiedlicher Form zur Verfügung stehen (XML-Datei bzw. Access-Datenbank). Da aber die Informationen in XComply einheitlich sein mussten, war es erforderlich für jedes Land unterschiedliche „Übersetzungslisten“ anzufertigen mit denen die Inhalte der amtlichen Liste an die Inhalte von XComply angepasst werde können. Eine weitere Aufgabe bestand darin verschiedene Versionen der amtlichen Mittelliste miteinander zu vergleichen um die Differenzen zwischen den Listen herauszuarbeiten und sie dann in einer sogenannten Differenzliste auszugeben. Ein weiterer angestrebter Punkt war der Export der Mittelliste aus XComply heraus um diesen Export dann mit der amtlichen Mittelliste zu vergleichen. Damit sollten dann Fehler beim Eingeben leichter erkannt und korrigiert werden können. Diese angeführten Aufgaben wurden auch weitestgehend umgesetzt. Sie stellen auch die Basis für die nach dem Ende des Förderprojektes angestrebten Aufgaben dar. Dazu gehören die mehr oder weniger ganz automatisierte direkte Übernahme der Mittel aus der amtlichen Mittelliste in XComply, sowie das Erstellen von speziell formatierten Mittellisten für die Landwirte einer bestimmten Organisation direkt aus XComply heraus. Diese Möglichkeiten haben einzelne Organisationen so stark interessiert, dass sie sogar unentgeltlich an der Umsetzung des Projektes mitgearbeitet haben nur um den Vorteil von gut aufbereiten und gewarteten Mittellisten für die eigene Organisation nutzen zu können.

 

  Projekttitel

Digitale Pflanzenschutzmittelübernahme bzw. -import in softwaregestützte Dokumentationssysteme

Website www.xcomply.eu
Projektzeitraum 01.07.2015 - 30.06.2016

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 30,00%

Beteiligte Länder

DE, CH, AT
   
   

 

Leadpartner

SITRONIC - Dr. Peter Sinz
Liberat Hundertpfund Straße 1
6900 Bregenz
Österreich

Projektpartner

  • Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG, Beratung Pflanzenschutz, Ravensburg (D)
  • Landwirtschaftskammer Steiermark, Obstbau, Graz  (AT)
  • Agroscope, Institut fpr Pflanzenbauwissenschaften IPB Forschungsgruppe Extension Obstbau, Wädenswil  (CH)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 80.000,00
€ 48.000,00
Schweiz: € 10.000,00 € 3.000,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 90.000,00 € 51.000,00