Demografie-Netzwerk (ABH018)

Die Bearbeitung des Themas "Demografischer Wandel" wird innerhalb der Verwaltung interdisziplinär angegangen. Durch die Partnerstruktur (Gemeinde, Stadt, Landkreis und Kanton) sind viele Verwaltungsebenen vertreten. Aus dem umgesetzten Vorhaben vor Ort - den sogenannten Reallaboren - können somit wichtige Schlüsselerfahrungen horizontal wie vertral übertragen werden. Daraus werden verlässliche Handlungskonzepte gemeinsam mit den Betroffenen erarbeitet.

Der demografische Wandel stellt eine Herausforderung dar, die nicht vor den Landesgrenzen halt macht. Auf den Gebieten aller Projektteilnehmer ist - ohne Zuzüge von außen - eine Abnahme der Bevölkerung bereits jetzt zu beobachten und für die Zukunft in noch ausgeprägterer Weise zu erwarten. Die verbleibende Bevölkerung wird älter und durch den Zuzug von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln heterogener. Für die Gebietskörperschaften gilt es zu reagieren. Teils müssen Infrastrukturen zusammengelegt werden, teils müssen sie - wie in der Altenpflege - auch erweitert werden. Die Sicherung der Attraktivität von Standorten wird zur Gewinnung dringend benötigter Fachkräfte zudem immer wichtiger. Auch die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements verstärkt sich durch Veränderung bei der Daseinsvorsorge durch die Gebietskörperschaften.

Um dies zu erreichen, haben sich im Projekt "Demografie-Netzwerk" Partner aus unterschriedlichen Gebietskörperschaften (Gemeinde, Stadt, Landkreis, Kanton) zusammengeschlossen, um gemeinsam zu agieren. Sie alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen, die sich speziell auch im ländlichen Raum durch den demografischen Wandel ergeben. Schwerpunkt des Vorhabens ist der Austausch zu konkreten Umsetzungen, wobei die Verwirklichungen vor Ort (Reallabore) stets auf eine langfristige Wirkung abzielen und mit Beteilung der Betroffenen angegangen werden. Die Parnter werden im Rahmen des Demografie-Netzwerkes unterschiedliche Themenfelder bearbeiten, die alle für den demografischen Wandel im Projektgebiet relevant sind. Ziel ist es, in allen Reallaboren sowohl die Prozesse innovativ zu gestalten (stategische Ausrichtung und Beteilung) als auch herausragende Umsetzungen zu realisieren. Aus den Reallaboren, welche die Partner vor Ort durchführen, sollen konkrete Erkenntnisse zu Vorgehensweise, den angewandten Werkzeugen und der strategischen Zielerreichung gewonnen werden, auf welchen die anderen Partner aufbauen können. Die gemeinsame Auswertung der Reallabore wird diesen Übertragungsprozess noch erleichtern.

Am Ende des Projektes stehen somit ein Katalog von innovativen Vorgehensweisen und Prozessen sowie konkrete beispielhafte Umsetzungen. Diese Ergebnisse und Erkenntnisse zum demografischen Wandel können innerhalb der Projektpartner übernommen werden aber auch darüber hinaus Anwendung finden. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch der Verantwortlichen aus den beteiligten Gebietskörperschaften schafft ein Netzwerk von Experten, welches sich gegenseitig unterstützt und auch über den Projektzeitraum hinaus bestehen bleiben sollte. 

Bei der Umsetzung von Reallabore gehen die Partner anhand einer zu entwickelnden Strategie vor, welche auch in Zukunft in Handeln bestimmen und die Komplexität reduzieren wird. Bei Einwohnerinnen und Einwohnern werden positive Assoziationen in Bezug auf diese Strategieentwicklung geweckt und duch die Beteiligung wird der demografische Wandel als gestaltbare Veränderung gesehen.

 

  Projekttitel

Demografie-Netzwerk – zukunftstaugliche Kommunen und Regionen – aktiv dem demografischen Wandel begegnen

Website
Projektzeitraum 19.02.2015 - 31.12.2018

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 40,00%

Beteiligte Länder

DE, CH

 

Leadpartner

Schwarzwald Baar Kreis
Am Hoptbühl 2
78048 Villingen-Schwenningen
Deutschland

Projektpartner

  • Kanton Schaffhausen, Staatskanzlei (CH)
  • Gemeinde Königsfeld, Rathaus (D)
  • Gemeinde Tuningen, Rathaus (D)
  • Stadt Singen, Fachbereich 3 und 4 (D)



 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 977.006,31
€ 586.203,76
Schweiz: € 182.850,00 € 73.140,00 
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 1.159.856,31 € 659.343,76