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ABH050 - APAT-4-PATIENTS

APAT4 PATIENTS – Telemedizin in der ambulanten Antibiotikatherapie

Die Gesundheits- und Pflegesysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen vor erheblichen Herausforderungen, die insbesondere durch den demographischen Wandel, die steigende Zahl operativer Eingriffe, sowie den zunehmenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bedingt sind. Insbesondere ländliche Regionen sind von diesen Herausforderungen betroffen.
Vor diesem Hintergrund verfolgen alle drei Länder verstärkt gesundheitspolitische Strategien, die auf den Ausbau der ambulanten Versorgung und den gezielten Einsatz digitaler Lösungen nach dem politischen Leitprinzip „Digital vor ambulant vor stationär“ abzielen. In allen beteiligten Ländern soll und muss der ambulante Bereich durch digitale Angebote erweitert und gestärkt werden. 

Genau hier setzt das Projekt APAT4PATIENTS an. Es möchte Menschen, die eine intravenöse Antibiotikatherapie benötigen, eine Behandlung zu Hause ermöglichen, die weniger belastend ist, mehr Lebensqualität bietet und gleichzeitig medizinisch sicher bleibt.
Das Projekt zielt auf die Verbesserung der ambulanten Antibiotikatherapie (APAT) im ABH-Raum durch die Verknüpfung smarter Wearables und Telemedizin. In grenzüberschreitender Zusammenarbeit wird ein innovatives, datenschutzrechtlich und abrechnungstechnisch abgeklärtes Versorgungskonzept für die Durchführung der APAT entwickelt. Vorhandenes Wissen wird geteilt, das neue Konzept erprobt, und schließlich werden die Erfahrungen auf die anderen Regionen des ABH-Raums übertragen. 
Für die beteiligten Krankenhäuser aber auch andere medizinische Versorgungszentren (MVZs) in der Programmregion stellt eine gut umgesetzte APAT eine Chance dar, die Antibiotikatherapie sicher und effektiv telemedizinisch anzubieten, Bettenkapazitäten freizuhalten, sowie nicht erforderliche, kostspielige Hospitalisierungen zu vermeiden.

Damit wird die Versorgungssicherheit - auch in ländlichen Gebieten- gesteigert und Ressourcen geschont: Kürzere Wege für Patientinnen und Patienten, Entlastung des medizinischen Personals und des Gesundheitssystems. 
Die Ergebnisse der Pilotstudie werden nicht nur kurzfristige Projektoutputs darstellen, sondern fundierte Erkenntnisse, Anwendungen und Handlungsempfehlungen für eine zukunftsfähige ambulante und stationäre Versorgung in der ABH Interreg-Region und darüber hinaus liefern.

Leadpartner Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Leadpartner Adresse Hochschulstrasse 1, 6850 Dornbirn, Österreich
NUTS3 Lead Partner AT342 – Rheintal-Bodenseegebiet
Projektstart 01.05.26
Projektende 30.04.29
Projektwebsite
Projektpartner
Rofides Ambulante Versorgungskonzepte, Deutschland
SmartAngel AG, Schweiz
Kantonsspital St. Gallen, Schweiz
Schwarzwald-Baar Klinikum, Deutschland
arztkonsultation ak GmbH, Deutschland
Assoziierte Partner
AOK Hochrhein-Bodensee, Deutschland
IKK Südwest, Deutschland
Klinikverbund Südwest, Deutschland
Kosten Förderung Förderrate
Europäische Union 685.930,00 € 411.558,00 € 60,00 %
Schweiz 376.122,12 € 188.061,06 € 50,00 %
Gesamt 1.062.052,12 € 599.619,06 €