ABH047 - KI-MikroBefund
Effizientere Patientenversorgung bei Atemwegsinfektionen durch Künstliche Intelligenz (KI) -basierte Befundung
Projektziel
Ziel des Projekts „KI-MikroBefund“ ist es, die bisweilen hochkomplexen mikrobiologischen Befunde im klinischen Umfeld mittels KI Unterstützung Einsender- bzw. Zielgruppen-gerecht aufzuarbeiten. Die in einem klinischen Untersuchungsmaterial nachgewiesenen pathogenen Bakterien und deren Resistenz gegen Antibiotika sollen verständlicher gemacht werden (Abbau von Barrieren) und in den Kontext der zum Zeitpunkt der Befunderstellung vorherrschenden Erreger- und Infektionssaison gestellt werden (bspw. werden im Sommer andere Erreger im Respirationstrakt nachgewiesen als im Winter oder während der „Grippe-Saison“). Der Abbau dieser Barrieren soll die Patientenversorgung vor dem Hintergrund antimikrobieller Resistenz („AMR“) verbessern und Laborkapazitäten schützen (Aufwandsreduktion).
Beschreibung
Im Raum Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein sind mikrobiologische Diagnostikprozesse oft langsam, komplex und schwer verständlich – besonders bei Atemwegsinfektionen und antibiotikaresistenten Erregern. Unterschiedliche Standards und IT-Systeme erschweren zudem den grenzüberschreitenden Datenaustausch und ein frühes Erkennen von Infektions- und Resistenztrends. Das Projekt „KI-MikroBefund“ entwickelt mit Partnern aus Deutschland und der Schweiz eine KI-gestützte Plattform, die mikrobiologische Befunde automatisch interpretiert, verständlich erklärt und in den klinischen Kontext einordnet. Standardisierte Schnittstellen (z. B. HL7/FHIR) ermöglichen interoperable, datenschutzkonforme Zusammenarbeit. Ziel ist, Labore zu entlasten (bis zu 30 % weniger Aufwand), Therapieentscheidungen zu beschleunigen und Patientensicherheit zu erhöhen. Ergänzend entstehen eine digitale Wissensplattform sowie ein Monitoring- und Frühwarnsystem für multiresistente Erreger.
| Leadpartner | |
| Leadpartner Adresse | |
| NUTS3 Lead Partner | |
| Projektstart | 01.12.25 |
| Projektende | 30.11.28 |
| Projektwebsite | |
| Projektpartner |
medicalvalues GmbH, Deutschland
Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene, Universitätspital Zürich, Universität Zürich, Schweiz
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| Assoziierte Partner |
Labormedizinisches Versorgungszentrum Konstanz GmbH, Deutschland
allgäuLab MVZ GmbH Medizinisch-Diagnostisches Labor Kempten, Deutschland
Schwarzwald-Baar-Klinikum, Deutschland
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| Kosten | Förderung | Förderrate | |
| Europäische Union | 521.704,32 € | 313.022,59 € | 60,00 % |
| Schweiz | 1.268.713,75 € | 634.356,87 € | 50,00 % |
| Gesamt | 1.790.418,07 € | 947.379,46 € |