Spezifisches Ziel 2: Steigerung der Forschungs- und Innovationsfähigkeit im Programmgebiet

Marssonina coronaria (ABH003)

Etwa seit 2010 tritt in den Obstanbauregionen in Süddeutschland, der Schweiz, Italien und Österreich ein neuer Schaderreger, der Pilz Marssonina coronaria, vermehrt auf. Der Pilz befällt die Blätter von Apfelbäumen und führt zu einem vorzeitigen Blattfall. Über den in Europa neuen Schaderreger war bislang wenig bekannt. Im Projekt wurde an der Erforschung der Erregerbiologie, der Sortenanfälligkeit sowie an Möglichkeiten der Regulierung gearbeitet, um der Obstbaupraxis geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung des Schaderregers zur Verfügung stellen zu können.

Maßnahmenentwicklung gegen Kirschessigfliegenschäden (ABH013)

Das Projekt hatte zum Ziel, Schutzmaßnahmen gegen Schäden der Kirschessigfliege zu entwickeln bzw. ihre Praxistauglichkeit zu überprüfen und zu verbessern. Hierbei wurden Labor-, Halbfreiland- und Freilandversuche durchgeführt, in denen die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln und alternativen Methoden wie Einnetzen, Massenfang sowie die Wirkungsweise von Lockstoffen und Repellentien geprüft wurde.

Modellanlagen für den integrierten Pflanzenschutz (ABH015)

Ziel des Projektes ist das Aufzeigen neuer Wege, wie die Produktion qualitativ hochstehender, gesunder und weitgehend rückstandsfreier Früchte bei messbar reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz realisiert werden könnte. Die Obstbranche im Wirtschaftsraum Bodensee soll hierbei grenzüberschreitend eine Vorreiterrolle übernehmen. Sie ist damit aufgefordert, sich in einem Markt mit sinkenden Preisen und großen wirtschaftlichen Risiken durch umweltschonende, innovative und ökonomische Projektionsweisen unter Beibehaltung der hohen inneren und äußeren Fruchtqualität zu profilieren.

Bestimmungssystem Lagerschäden (ABH022)

Entwicklung eines Software-gestützten Bestimmungssystem zur Reduzierung von Lagerschäden im Obstbau. Durch schnelle Identifizierung von physiologischen und parasitären Lagerkrankheiten und Empfehlung von Maßnahmen, sollen Verluste verringert und somit die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit verbessert werden. Der Zugang ist dabei für alle Anwender frei und kostenlos.

DiagNet (ABH029)

Das Projekt „DiagNET- Diagnostik der Zukunft“ zielt auf die Entwicklung und Anwendung neuer Diagnoseverfahren in einem Kompetenznetz von Wirtschaft, Wissenschaft und Medizin in der Vierländerregion Bodensee und darüber hinaus ab. Diese sollen in den Kliniken aber auch in Arztpraxen sowie Laboren vor Ort einsetzbar sein und somit lange Wege ersparen. Damit wird die medizinische Versorgung ländlicher Räume deutlich verbessert. Im Fokus stehen diagnostische Verfahren zum Nachweis gefährlicher Krankenhauskeime, zur Antibiotika- Kontrolle in der Intensivmedizin, zur Messbarkeit eines gesunden Lebensstils sowie zur Digitalisierung in der Diagnostik.

IBH-Lab KMUdigital - Management (ABH042)

Das IBH-Lab KMUdigital ist ein Forschungs- und Innovationsnetzwerk von Hochschulen und Praxispartnern aus der Wirtschaft, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Das Lab unterstützt KMU in der Bodenseeregion bei der Bewältigung, Umsetzung und Implementierung der rasant fortschreitenden industriellen Digitalisierung. Acht Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeiten dafür in sechs Einzelprojekten interdisziplinär anwendungsorientierte Lösungen, stets unter Beachtung folgender Fragestellungen: Wieviel Digitalisierung muss in den Mittelstand, damit dieser wettbewerbsfähig bleibt? Wieviel Digitalisierung passt in den Mittelstand, unter Berücksichtigung finanzieller und personeller Ressourcen? Gemeinsam mit KMU leisten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung des Wissens-, Innovations- und Technologietransfers sowie damit auch zur Standortattraktivität der Bodenseeregion. Denn unser übergeordnetes Ziel ist, die internationale Bodenseeregion auch im digitalen Wandel als einen der wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Wirtschaftsräume Europas zu sichern.

IBH-Lab KMUdigital DigiNav (ABH044)

Ziel des geplanten Forschungsprojektes ist es, ein Vorgehen für die systematische Erhebung, Analyse, Priorisierung und Umsetzung der Digitalisierungspotenziale in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu entwickeln. Im Gegensatz zu bestehenden Ansätzen soll im ersten Schritt nicht von den technologischen Möglichkeiten, sondern vom Nutzen und vom ganzheitlichen Beitrag zum Geschäftserfolg ausgegangen werden.

IBH-Lab KMUdigital i4Production (ABH045)

Ziel ist die Entwicklung und Simulation einer vernetzten Prozesslandkarte 4.0 – d.h. ein Business-Eco-System – im Bodenseeraum auf Basis dreier Modellfabriken in drei Ländern. Dazu müssen Daten aus intelligenter Produktion und Logistik in dieser beispielhaften grenzüberschreitenden Lieferkette in ein Datenökosystem der Industrie 4.0 integriert werden. Die digitale Prozesskette soll einerseits hinsichtlich der Ausbildung junger Studierender und Berufstätiger zur Entwicklung neuer Prozessabläufe und Geschäftsmodelle dienen, andererseits bei Vertretern von regionalen KMU Verständnis für die sich ergebende Chancen und Risiken wecken und sie wissenschaftlich begleiten und fördern.

Bodenseemittelstand 4.0 (ABH051)

Die industrielle Digitalisierung führt zu radikalen Umwälzungen von Geschäftsmodellen und Prozessketten, die gerade klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) vor sehr große Herausforderungen stellen. Auf der anderen Seite schafft die Digitalisierung für die Unternehmen ein enormes Potenzial, welches betrachtet und erschlossen werden sollte, um die nachhaltige Transformation in neue Geschäftsmodelle und Prozessketten zu fördern.

IBH-Lab Living Lab Active and Assisted Living - BTB (ABH068)

Dieses Einzelprojekt befasst sich mit dem Abbau von Barrieren für Personen mit leichtem oder mittleren Assistenzbedarf, die im Bodenseeraum Ferien oder Ferienreisen verbringen wollen. Es wird der gesamte Ablauf der Ferienreise betrachtet, von der Festlegung des Ferienziels, über die Planung, Anreise sowie den Aufenthalt des Gastes samt Freizeitaktivität bis zur Rückreise und allfällige Abrechnung mit Krankenkassen und Versicherungen.

IBH-Lab KMUdigital - Digital Transformation Guide (ABH070)

Der Digital Transformation Guide (DigiTraG) ist ein Teilprojekt des IBH-Lab KMUdigital. Das IBH-Lab KMUdigital ist ein Forschungs- und Innovationsnetzwerk von Hochschulen und Praxispartnern aus der Wirtschaft, in dem interdisziplinär anwendungsorientierte Lösungen für die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) erarbeitet werden. Das Teilprojekt DigiTraG entwickelt Instrumente für KMU in der Bodenseeregion, mit denen diese ihr Kerngeschäft optimieren und gleichzeitig zukunftsfähige Innovationen umsetzen können.

IBH-Lab KMUdigital - DigiLand (ABH071)

Die Digitalisierung der Land- und Ernährungswirtschaft in der Bodenseeregion (DigiLand) ist ein Teilprojekt des IBH-Lab KMUdigital. Das IBH-Lab KMUdigital ist ein Forschungs- und Innovationsnetzwerk von Hochschulen und Praxispartnern aus der Wirtschaft, in dem interdisziplinär anwendungsorientierte Lösungen für die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) erarbeitet werden. Das Teilprojekt DigiLand wird entlang der ernährungswissenschaftlichen Wertschöpfungskette landwirtschaftlichen und verarbeitenden Betrieben sowie lokalen Händler der Bodenseeregion Digitalisierungsmöglichkeiten anhand von konkreten Umsetzungsbeispielen aufzeigen.

Design-Spaces (ABH080)

Bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zweier Hochschulinstitute, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Hochschule Furtwangen im Verbund mit assoziierten Industriepartnern steht die Weiterentwicklung von wissenschaftlich fundierten Design Spaces im Fokus. Konkret geht es um die Weiterentwicklung einer Methode zur Erhöhung der Robustheit und Lebensdauer von industriell gefertigten Sensoren und Aktoren. Durch die Zusammenführung ihrer komplementären Kompetenz- und Anwendungsfelder soll das Projekt für die beteiligten Institute verbesserte Wettbewerbspositionen und damit verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen. Beide Institute sehen das geplante Projekt als Beginn einer langfristigen Partnerschaft. Den assoziierten Firmen soll anhand von Machbarkeitsstudien das Potential der Design Space Methode aufgezeigt werden, um sie dann in Folgeprojekten mit den jeweiligen Firmen individuell anzuwenden.

Neue Geschäftsmodelle mit 3D-Druck (ABH081)

Additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, hat das Potenzial internationale Wertschöpfungs- und Lieferketten grundlegend zu verändern. Neue Geschäftsmodelle zeichnen sich mit Chancen für die Grenzregion Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein ab. Im neu gestarteten und von Interreg geförderten Projekt geht es darum, lokale KMU dabei zu unterstützen, sich an dem neu entstehenden, globalen Markt erfolgreich zu beteiligen.

Smart Government (ABH088)

Neun Städte bzw. Gemeinden und vier Hochschulen rund um den Bodensee haben sich zusammengefunden, um mit der «Smart Government Akademie Bodensee» eine Plattform für den systematischen Austausch von Wissen und Erfahrungen zu intelligent vernetztem Verwaltungshandeln bereitzustellen. Jede der neun Projektpartnerstädte und -gemeinden beteiligt sich mit zumindest einem Projekt aus dem Themenfeld «Smart Government», dessen Verlauf von Konzeption bis Umsetzung während der Projektlaufzeit von 3 Jahren durch vier Forschungsinstitute aus der Bodenseeregion begleitet, wissenschaftlich reflektiert und dokumentiert wird. Ziel ist es, sowohl den Projektbeteiligten als auch der breiten Öffentlichkeit einen kompakten Überblick, unter anderem in Form von Praxisberichten über die Erfahrungen in den einzelnen Smart Government Projekten zu geben.