Marssonina coronaria (ABH003)

Anliegen des Projektes ist die Charakterisierung des pilzlichen Erregers Marssonina coronaria mit dem Ziel, Prognose- und Bekämpfungsmöglichkeiten zu finden und zu optimieren.

Seit der Saison 2010 wird in den Apfel-Anbaugebieten am Bodensee, in Südtirol, der Schweiz sowie in Österreich eine rapide Zunahme des Pilzes Marssonina coronaria beobachtet. Der Pilz verursacht einen vorzeitigen Blattfall, wodurch die Blütenknospen nur noch mangelhaft versorgt werden. Das Problem tritt in starkem Ausmaß in Obstanlagen mit reduzierten Pflanzenschutzmitteleinsatz auf. Besonders betroffen sind daher ökologisch bewirtschaftete Anlagen sowie der Streuobstanbau.

Zwar liegen erste Forschungsergebnisse aus dem asiatischen Raum vor, unzureichend erforscht sind jedoch die Quelle sowie der Ablauf der Infektion. Auch sind diese Ergebnisse nur bedingt auf den europäischen Apfelanbau übertragbar und die Mehrzahl der in diesen Versuchen getesteten Präparate sind in Europa, insbesondere im ökologischen Anbau, nicht einsetzbar.

In enger Verknüpfung von Labor- und Freilandversuchen sollen im Projekt Daten zur Infektionsbiologie des Erregers unter westeuropäischen Klimabedingungen erforscht und wirksame, praxistaugliche Maßnahmen zur Regulierung herausgearbeitet werden. Mit der Umsetzung des geplanten Projektes soll den Obstbaubetrieben und der Beratung eine praxistaugliche Bekämpfungsstrategie zur Verfügung gestellt werden mit dem Ziel, der Ausbreitung des Erregers entgegenzuwirken, sodass die Wirtschaftlichkeit der obstbaulichen Produktion gewährleistet werden kann.

 

  Projekttitel

Entwicklung direkter und indirekter Maßnahmen zur Bekämpfung von Marssonina coronaria auf Basis von Parametern zur Infektionsbiologie des Erregers unter westeuropäischen Klimabedingungen

Website www.kob-bavendorf.de
Projektzeitraum 01.01.2016 - 30.09.2019

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 40,00%

Beteiligte Länder

DE, CH, AT, IT

   
   

 

Leadpartner

Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB)
Schuhmacherhof 6
88213 Ravensburg
Deutschland

Projektpartner

  • Forschungsinstitut für biologischen Landbau (CH)
  • Land- und forstwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg (IT)
  • Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau (AT)

 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 576.000,00 € 345.600,00
Schweiz: € 281.750,00 € 112.700,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 857.750,00 € 458.300,00€