GreenSan (ABH023)

Der Fokus des Projekts GreenSan richtet sich auf die Themenbereiche Ressourcen, Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Sanierung. Diese Themen sollen zukünftig selbstverständlich in die Planung und Umsetzung von Sanierungsvorhaben miteinfließen und somit die umfassende Nachhaltigkeit der Vorhaben garantieren.

Über Bauentscheidungen werden Gegebenheiten (Quartiersqualität, Mobilitätsverhalten, Boden- und Energieverbrauch) langfristig wortwörtlich einzementiert. Die Zeithorizonte für Entscheidung und Umsetzung sind lange; sind Baumaßnahmen erst umgesetzt, vergehen oft weitere 30-40 Jahre bis zur Umsetzung neuer Maßnahmen. Umso wichtiger ist es, dass die Potentiale in der Gebäudesanierung erschlossen und bestmöglich umgesetzt werden. Leider werden diese aus Mangel an ganzheitlicher, generationenübergreifender Betrachtung (Stichwort Bodenverknappung und alternde Gesellschaft) und qualitätsvollem Vorgehen noch viel zu wenig ausgeschöpft. Öffentliches und privates Geld, Ressourcen und Arbeitskraft werden so nicht zum Besten verwendet. Dies betrifft nicht nur das Projektgebiet, sondern ist ein allgemein beobachtbares Phänomen.

Der Fokus des Projekts GreenSan richtet sich auf die Themenbereiche Ressourcen, Wirtschaftlichkeit und Qualität in der Sanierung. Dieser innovative Ansatz hebt das Projekt klar von bisher gesetzten Projekten und Maßnahmen im Baubereich ab, deren Fokus auf Erneuerbarer Energie und Energieeffizienz lag und andere Aspekte außen vor ließen.

Dabei geht es zum einen um die Integration dieser Themen in die Aus- und Weiterbildung von Bau- und Energiefachleuten:

  • als Mittel zur Qualifizierung
  • um dem Fachkräftemangel im Baubereich entgegenzuwirken
  • als Beitrag zur Qualitätssicherung am Bau
  • damit das nötige Know-how für gute, nachhaltige Sanierungen vorhanden ist.

Hierbei werden auch neue Wege durch die Nutzung des Internets gegangen. E-Learning und Webinare stellen ein kostengünstiges und standortunabhängiges Angebot für Weiterbildung dar, das vor allem auch jungen Menschen den Zugang erleichtern soll. Zum anderen soll die Initiierung und Aufbereitung von Best Practice Beispielen mit dem Fokus auf oben stehenden Themenbereichen dem Markt alternative Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen. Die dabei gewonnenen Daten können bei der Entwicklung von Datenbanken, Tools und Bewertungsmöglichkeiten mit eingearbeitet werden und garantieren den Praxisbezug. Diese Werkzeuge ermöglichen die Inkludierung der Themenfelder Ressourcen und Wirtschaftlichkeit in die tägliche Arbeit der Berater und Planer und erleichtern schließlich die Kundenberatung und die Umsetzung in der Praxis.

Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit bilden schließlich einen Rahmen zum Projekt, der die Verbreitung der GreenSan Themenbereiche hin zu den Endkunden, aber auch zu anderen Marktteilnehmern und Entscheidungsträgern sichert. Gleichzeitig helfen diese Maßnahmen, ein Bewusstsein für die Relevanz von Ressourcen im Baubereich zu schaffen. Nur durch die gemeinsame Betrachtung von Ressourceneffizienz, Wirtschaftlichkeit und Qualität – mit Blick auf die Quartiersentwicklung und die langfristige und anpassbare Nutzbarkeit der Objekte – lassen sich nachhaltige Sanierungen realisieren.

 

  Projekttitel

Grenzüberschreitend ressourcenschonend, energieeffizient und nachhaltig Sanieren

Website www.energieinstitut.at
Projektzeitraum 01.01.2016 - 31.12.2020

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 30,00%

Beteiligte Länder

DE, CH, AT
   
   

 

Leadpartner

Energieinstitut Vorarlberg
Stadtstraße 33, Campus V
6850 Dornbirn
Österreich

Projektpartner

  • Energie- & Umweltzentrum Allgäu gemeinnützige GmbH (eza!) (D)
  • KEA - Klimaschutz und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (D)
  • Energieagentur Ravensburg gGmbH (D)
  • baubook GmbH (D)
  • Energieagentur St. Gallen (CH)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 1.662.533,00
€ 997.519,80
Schweiz: € 200.000,00 € 60.000,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 1.862.533,00 € 1.057.519,80