Prioritätsachse 2: Umwelt, Energie und Verkehr

naturWerte (ABH002)

Aktuell besteht grenzüberschreitend die große Gefahr, dass die Werte der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft Naturpark Nagelfuhkette teilweise verloren gehen. Das Projekt soll die Menschen für diesen schleichenden, oft nicht erkannten Prozess sensibilisieren und über eine aufeinander abgestimmte Maßnahmenkette das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Bürgers für die hohen Landschaftswerte des Naturparks stärken.

Kleingewässer (ABH004)

Durch die Anlage und Neugestaltung von Kleingewässern soll die Biodiversität in der Bodenseeregion erhalten und der Ausbau der grünen Infrastruktur gefördert werden. Insgesamt werden mindestens 60 Kleingewässer angelegt und aufgewertet. Das ergibt eine Habitat Fläche von etwa 3 ha. Kleingewässer sind als Habitate und Trittsteinbiotope und durch ihre Strahlwirkung von mehreren Kilometern wichtige Elemente zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität.

Neuer Steg Rheinfelden (ABH008)

Die beiden Städte Rheinfelden (D und CH) wollen eine neue rund 4,5 Meter breite und ca. 300 Meter lange Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Rhein bauen. Dadurch soll über die natürliche Grenze hinweg eine Verbindung für Rad- und Fußgänger zwischen Deutschland und der Schweiz geschaffen werden. Sie dient sowohl der angrenzenden Bevölkerung beider Rheinfelden, trägt aber auch indirekt dazu bei, dass eine Entlastung der Umwelt erfolgt.

Amphibienleiteinrichtung Wangental (ABH010)

Ziel des Projektes war es, die in den Wäldern östlich und nordöstlich des Wangentals bei Jestetten sowohl auf schweizerischem als auch auf deutschem Gebiet existierenden Amphibienvorkommen dauerhaft zu erhalten und die Barriere, die die Landesstraße L 165 bis zur Realisierung des Projektes für die Amphibien dargestellt hatte, zu überwinden. Der Bau der Amphibienleiteinrichtung soll die Biodiversität im grenzüberschreitenden Wangental und dessen Umgebung erhalten und verbessern.

Bodensee Pure (ABH011)

Projektziel war es, 30 bis 40 Leitbetriebe aus Beherbergung, Gastronomie, Produzenten, Einrichtungen für Natur- und Kulturvermittlung und Mobilität für eine „Peer to Peer“ Gästevermittlung zu gewinnen. Die Betriebe sollten grenzüberschreitend voneinander lernen und gemeinsame Angebote entwickeln. Dabei sollte ein Netzwerk von Leitbetrieben rund um den Bodensee entstehen, welches sich um die qualitative und authentische Vermittlung des kulturellen Erbes der Bodensee-Region bemüht und eine Kultur der Zusammenarbeit fördert.

PEMO - Nachhaltige Pendler-Mobilität (ABH014)

Mehr als 50.000 Arbeits- und Ausbildungspendelnde bewegen sich täglich in der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein über die Staatsgrenzen hinweg, hinzu kommt der nationale Pendelverkehr. Die Folgen sind hohe CO2-Emissionen, Feinstaub- und Lärmbelästigung. Ziel von PEMO ist es, Pendelnde zum Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel zu motivieren. Dafür wurden in Kooperation mit Gemeinden und Betrieben praxistaugliche Maßnahmen und Angebote entwickelt.

Klimafreundliches Pendeln (ABH019)

In mehreren Pilotversuchen zur Verkehrsverlagerung und -verbesserung wurde exemplarisch an den Grenzpendelnden am Hochrhein untersucht, wie sich die CO2-, Lärm- und Schadstoffemissionen sowie der Flächenverbrauch beim Berufsverkehr reduzieren lassen. Im Rahmen von zwei öffentlichen Fachveranstaltungen wurden die Ergebnisse und Erfahrungen verbreitet und ein Impuls für klimafreundlichere Mobilität am Hochrhein gegeben.

Low-Tech Gebäude (ABH020)

Als bewusster Kontrapunkt zur immer stärkeren Technisierung von Gebäuden sollen als Ziel des Projektes länderübergreifend und koordiniert „Low Tech“-Gebäudekonzepte analysiert und entwickelt werden, ohne auf hohe energetische Standards und weitgehende Reduktion von CO2-Emissionen zu verzichten. Unter Low-Tech-Gebäuden sind im Projektzusammenhang Bauten zu verstehen, die so konzipiert sind, dass ein möglichst geringer technischer, energetischer und finanzieller Input bei möglichst geringem Energieverbrauch im Betrieb erreicht wird.

Radweg Arlen (D) - Wiesholz (CH) (ABH021)

Das ehemals nur geschotterte bzw. gesplittete Wegstück zwischen dem Ortsteil Wiesholz der Schweizer Gemeinde Ramsen und dem Rielasinger Ortsteil Arlen auf Deutscher Seite ist durch den Ausbau und die Asphaltierung nun auch für Inlineskater und Rennräder gut befahrbar. Damit soll auch der grenzüberschreitende sanfte Tourismus abseits schmaler und stark befahrener Straßen gefördert werden. Ziel war auch ein Lückenschluss im bestehenden Radwegenetz und die Verbesserung der Anbindung der Region an den Fernradweg Bodensee - Neckar herzustellen.

Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben (ABH027)

Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche Bearbeitung des Themas Migration in Vergangenheit und Gegenwart in Oberschwaben und Vorarlberg sowie die Umsetzung des Erarbeiteten in Ausstellungen, Sammlungskonzeptionen, kleineren Forschungsprojekten und museumspädagogischen Projekten. Die Museen wollen sich der Herausforderung stellen, eine tagesaktuelle gesellschaftspolitische Diskussion zu führen und ihren Beitrag zu Integration von Migrant/innen zu leisten.

Elektrifizierung der Hochrheinstrecke (ABH032)

Die Zugstrecke zwischen Basel-Erzingen-Schaffhausen ist eine Bahnstrecke im Eigentum der DB-Netze, die mehrfach die D-CH-Grenze überquert. Diese Strecke ist zwischen Basel Bad. Bf und Erzingen auf einem letzten Teilstück von ca. 74 km noch nicht elektrifiziert. Ziel ist es, die Hochrheinstrecke zwischen Basel-Erzingen im vorhandenen Lückenschluss zu elektrifizieren, damit ein durchgängiger elektrischer Verkehr zwischen Basel und Singen und weitergehende Durchbindungen über die D-CH-Grenze möglich sind. Die Planungsphase 3 und 4 soll im Rahmen dieses Interreg-Projektes umgesetzt werden.

Bodenseegärten (ABH034)

Neue innovative und nachhaltige Produkte und Angebote im Bereich „Natur und Kultur im Garten“ werden lanciert und die grenzüberschreitende Attraktivität des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes wird gesteigert. Damit werden auch mehr Besucher das Natur und kulturelle Erbe im Programmgebiet besuchen. Wir wollen sensibilisieren für die Themen der Natur und Kultur / des Gartens und Vorbildfunktion ausüben. Zudem möchte sich der Verein Bodenseegärten zukünftig mehr in die Breite entwickeln, d.h. er möchte das Thema Gärten in verschiedenen Kreisen weiter etablieren (Bevölkerung, Tourismus (Hotellerie, Gastronomie), Wirtschaft, Kommunen/Gemeinden, Politik etc.). Damit soll auch nicht zuletzt all diesen Gruppen einen oft "einfachen" Weg zur nachhaltigen/sanften Entwicklung aufgezeigt werden. Es entsteht damit auch eine gemeinsame Bodensee-Identität und die Beteiligten werden motiviert, näher zusammenzuarbeiten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen – nicht nur im grünen Bereich.

Wein und Wissen am Bodensee (ABH037)

Das Hauptziel war und ist mit dem gemeinsamen Thema und Markenleitprodukt Wein über die Grenzen hinweg zusammen zu arbeiten, die Vierländerregion Bodensee zu fördern und den Bekanntheitsgrad zu steigern, dabei eine gemeinsame Marketingplattform Internationale Weinregion Bodensee zu etablieren. Weitere Ziele: Wiederbelebung, Bewahrung sowie Steigerung der Attraktivität der Weinkulturlandschaft; Schaffen von zielgruppenadäquaten Angeboten und Produkten; Förderung wirtschaftlicher Perspektiven; Etablierung eines internationalen Netzwerks; Austausch, Kommunikation sowie Forcierung gemeinsamer grenzüberschreitender Kooperationen; Wissensaustausch zwischen den einzelnen Akteuren.

Blühendes Bodenseeland (ABH039)

Die Lebensbedingungen von Insekten haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verschlechtert. Ziel des Projektes war es daher, mehr Lebensräume und ein größeres Nahrungsangebot für bestäubende Insekten zu schaffen. Durch die Gewinnung, Information, Weiterbildung und Beratung von Akteuren, die sich gemeinsame mit dem Naturschutz aktiv auf ihren Flächen für eine bienen- und insektenfreundliche Bewirtschaftung und Pflege einsetzen, sollen künftig Flächen insektenfreundlicher bewirtschaftet und vielfältiger gestaltet werden.

Mobility Choices (ABH049)

Das Projekt wird einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der nachhaltigen und „sanften“ Mobilität im Bodenseeraum liefern, indem es empirisch untersucht, welche Maßnahmen tatsächlich Verhaltensänderungen herbeiführen. Zentrales Ergebnis ist eine kostenlos zu verwendende, auf Smartphones basierende Anwendung (App), die auf das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel in der grenzüberschreitenden Bodenseeregion abgestimmt ist und sich an individuelle Präferenzen der Nutzer anpassen lässt.

Rheinuferrundweg extended (ABH053)

Ziel des "Rheinuferrundwegs extended" ist es, den bestehenden Rheinfelder Rheinuferrundweg zwischen Rheinfelden (Baden) und Rheinfelden (Aargau) in der Mitte des Projektperimeters auf die benachbarten Raumstrukturen auszudehnen, um die bestehenden Qualitäten des zusammenhängenden Gewässerraums als gemeinsamen Natur- und Kulturraum sowie Naherholungsraum zu stärken.

Virtuelles Geschichtsforum (ABH059)

Museen, Archive und historische Vereine stehen in einer sich ständig wandelnden Welt vor immer neuen Herausforderungen. Auch in der Beschäftigung mit Geschichte darf man nicht einfach "stehen bleiben", sondern muss – insbesondere in der Vermittlung – neue Wege und Mittel finden. Museen, Archive und historische Vereine entwickeln daher stetig neue Methoden und Möglichkeiten zur Vermittlung historischer Inhalte. Im Zentrum des Projekts "Virtuelles Geschichtsforum" steht die Darstellung und Vermittlung regionalhistorischer Inhalte im Internet.

SeeWandel (ABH060)

Ziel des Projektes Seewandel ist, zu untersuchen welche Bedeutung Nährstoffrückgang, Klimawandel, gebietsfremde Arten und andere Stressfaktoren für das Ökosystem, seine Biodiversität und Funktionsweise, sowie die menschliche Nutzung am Bodensee haben. Dies trägt dazu bei, wichtige Fragen hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit des Ökosystems Bodensee und potenzieller Veränderungen von Ökosystemleistungen evaluieren zu können. Darüber hinaus, liefern die gewonnenen Erkenntnisse einen Beitrag zu einer Basis, aufgrund derer wissenschaftlich fundierte Entscheidungen von Seite der Wasserwirtschaft und der Politik über die Zukunft des Bodensees getroffen werden können.

Kirchen, Klöster & Konzil (ABH057)

Die internationale Bodenseeregion ist eine Kulturlandschaft, deren reiche Kirchengeschichte über Jahrhunderte Europa geprägt hat und von der noch heute Impulse nach Europa ausgehen. Einzigartig ist die Kombination und spirituelle Verknüpfung von Landschaft, See und Baukunst. Die Zusammenarbeit von Vertretern aus Kirche und Tourismus eröffnet der Region neue und innovative Möglichkeiten, welche die traditionellen Themenbereiche von Kirche und Tourismus überschreiten. Das Projekt „Kirchen Klöster & Konzil in der Bodenseeregion“ hat zum Ziel, ein Markenleitprodukt für die Bodenseeregion zu entwickeln und die Region auf nationalen wie internationalen Märkten neu zu positionieren. Das Projekt wirkt Tendenzen entgegen, die Bodenseeregion als eine durch nationale Grenzen bestimmte Region zu definieren, und betont ihren internationalen Charakter.