Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben (ABH027)

Ziel des Projektes ist die wissenschaftliche Bearbeitung des Themas Migration in Vergangenheit und Gegenwart in Oberschwaben und Vorarlberg sowie die Umsetzung des Erarbeiteten in Ausstellungen, Sammlungskonzeptionen, kleineren Forschungsprojekten und museumspädagogischen Projekten. Die Museen wollen sich der Herausforderung stellen, eine tagesaktuelle gesellschaftspolitische Diskussion zu führen und ihren Beitrag zu Integration von Migrant/innen zu leisten.

Zusammen mit 30 Projekt- und Kooperationspartnern aus fünf Ländern setzte sich das Bauernhaus-Museum Wolfegg von 2008 – 2015 intensiv mit dem Thema der saisonalen Auswanderung der Schwabenkinder in einem durch das Interreg IV-Programm geförderten Projekt auseinander. Dieses spezifische Thema soll nun weiter gefasst werden.

Im Bauernhaus-Museum Wolfegg ist konkret eine Ausstellung im Gebäude Fischerhaus zum Thema „Gastarbeiter auf dem Land“ geplant. Weitere Stationen zur Migrationsgeschichte in anderen Gebäuden des Museums werden mit einbezogen. In museumspädagogischen Programmen soll dem ebenfalls Rechnung getragen werden. Dazu soll erstmals ein Netzwerk geschaffen werden, um mit Kulturvereinen unterschiedlicher Nationen dauerhaft zusammenzuarbeiten.

Mit dem Projektformat SICHTEN hat das Vorarlberg Museum seit 2013 neue Akzente gesetzt. Durch das aktive Suchen und Freilegen, aber auch das Darstellen und Diskutieren von Sichtweisen im Land und zum Land werden neue Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungsschwerpunkte gesetzt. Ebenso werden neue Akteure aus migrantischen Kulturen vermehrt eingebunden.

Das wesentliche Ziel des Museumsvereins Klostertal ist die Einrichtung eines Archivs der Migrationsgeschichte mit entsprechender Datenbank zur Sammlung biografischer Details. Gleichzeitig werden die Ergebnisse in Form von Publikationen, öffentlichen Veranstaltungen und museumspädagogischen Projekten thematisiert. Kleinere Teilprojekte sollen in Form von Wanderausstellungen umgesetzt werden.

Der Stand Montafon wird neben der Aufarbeitung grundsätzlicher Aspekte von Migration in der Montafoner Geschichte und Gegenwart museumspädagogische Materialien zum Thema entwickeln und verschiedenste Vermittlungsangebote (Ausstellungen, Veranstaltungen) erarbeiten und umsetzen. Im Fokus steht dabei der Wandel vom saisonalen Auswanderungsgebiet zur saisonalen Einwanderungsregion. Im Rahmen des Projektes sollen diese bisher völlig unbearbeiteten Aspekte von Migration beleuchtet werden.

Der neu gegründete Verein Xenia in Bludenz hat sich die Förderung der gesellschaftlichen Vielfalt und deren Akzeptanz zum Ziel gesetzt. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Situation bildet neben der Dokumentation und Vermittlung von Themen der historischen und aktuellen Migration die gezielte Lancierung von Bildungsmaßnahmen einen weiteren Schwerpunkt des Vereins Xenia im vorliegenden Interreg-Projekt. Dazu soll zunächst der Bedarf in der Stadt Bludenz erhoben und anschließend ein geeignetes Programm an Maßnahmen entwickelt werden, die für die anderen PP relevant und nützlich sind.

 

  Projekttitel

Migration nach Vorarlberg und Oberschwaben vom 19.-21. Jahrhundert – Forschung, Ausstellungen, Schaffung von grenzüberschreitenden Netzwerken, Sammlungskonzeption

Website www.bauernhausmuseum-wolfegg.de
Projektzeitraum 01.05.2016 - 31.12.2020

Kofinanzierungssatz

EU: 60,00%

Beteiligte Länder

DE, AT
   
   

 

Leadpartner

Bauernhaus-Museum Allgäu-Oberschwaben Wolfegg,
Kulturbetrieb Landkreis Ravensburg
Vogter Straße 4
88364 Wolfegg
Deutschland

Projektpartner

  • Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft mbH / Vorarlberger Museum (AT)
  • Stand Montafon, Montafoner Museen (AT)
  • Museumsverein Klostertal (AT)
  • Xenia. Verein zur Förderung der Vielfalt (AT)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 990.000,00
€ 594.000,00
Schweiz: € 0,00 € 0,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 990.000,00 € 594.000,00