PEMO - Nachhaltige Pendler-Mobilität (ABH014)

Mehr als 50.000 Arbeits- und Ausbildungspendelnde bewegen sich täglich in der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein über die Staatsgrenzen hinweg, hinzu kommt der nationale Pendelverkehr. Die Folgen sind hohe CO2-Emissionen, Feinstaub- und Lärmbelästigung. Ziel von PEMO ist es, Pendelnde zum Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel zu motivieren. Dafür wurden in Kooperation mit Gemeinden und Betrieben praxistaugliche Maßnahmen und Angebote entwickelt.

Die Pendel-Distanzen der Arbeitspendelnden in der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein liegen oft nur bei rund zehn Kilometern. Daher bietet die Region viele Möglichkeiten, die Pendelnden zum Umstieg auf Bahn, Bus, Rad oder Fahrgemeinschaften zu bewegen und so Luft- und Lärmstoffemissionen zu reduzieren. Ziel von PEMO ist es, Pendelnde zum Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel zu motivieren. Dafür wurden in Kooperation mit Gemeinden und Betrieben praxistaugliche Maßnahmen und Angebote entwickelt und umgesetzt.


U1: Akquise von Pilotstandorten
In Summe konnten sehr viele Betriebe für das Thema und die Umsetzung einzelner BMM Maßnahmen (z.B. Mobilcheck: Analyse des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeitenden - Grundlage für die Erarbeitung zukünftiger Maßnahmen) gewonnen werden. Wird Betriebliches Mobilitätsmanagement als Prozess betrachtet (Analyse - Planung von Maßnahmen - Durchführung - Evaluierung) konnte mit PEMO ein wichtiger Grundstein in den Betrieben für BMM gesetzt werden.


U2: Entwicklung Strategien und Werkzeuge
In Zusammenarbeit aller Partner und v.a. mit den Betrieben wurden einige Strategien und Werkzeuge zu BMM entwickelt:

  • Fact Sheet BMM als Prozess
  • Werkzeugkoffer BMM mit 28 BMM-Maßnahmen für Betriebe
  • PEMO Pendlerkampagne: Sensibilisierung für aktive Mobilität und Gesundheit
  • Weiterentwicklung Mobilitätsanalyse-Tool Mobil-Check
  • Weiterentwicklung Mobilitätsbonus Software „Ecopoints“ für Mitarbeitende
  • Entwicklung von Testaktionen für Betriebe: E-Bike- und Faltrad-Testaktion
  • Regionales Parkraummanagement in der Plan b Region inkl. Lustenau
  • Pendlerkampagne zu aktiver Mobilität und Gesundheit    
U3: Ausarbeitung standortangepasster Maßnahmenpakete und U4: Umsetzung der Mobilitätsmaßnahmen
Auf Grundlage der ausgearbeiteten Strategien und Werkzeuge wurden im Zuge der Arbeitspakete U3 und U4 zahlreiche BMM-Maßnahmen ausgearbeitet und direkt umgesetzt. Einige werden hier exemplarisch genannt
 
  •  Durchführung und Auswertung Mobil-Checks (Mobilitätsanalyse)
  •  Prozessbegleitung und Umsetzung Parkraummanagement Plan b
  •  Jobräder – SFS, Stadt Hohenems, LKH Feldkirch, Lustenau
  •  Strategische Mobilitätskonzepte - Blum, Sigma Aldrich, Alpla, Illwerke VKW
  •  Einführung Ecopoints – Haberkorn
  •  Faltrad-Testaktionen – Lauterach, Hard, Hohenems
  •  E-Auto, Veloförderung – Gemeindeverwaltung Au, Diepoldsau, Altstätten
  •  Aufstellplan für Fahrradabstellanlagen für Schulen – Landkreis Lindau
  •  Initiierung Mitfahrbörse „Comovee“ – Mitgliedsbetriebe LIHK
  •  Pendlerkampagne zu aktiver Mobilität und Gesundheit in ca. 30 Betrieben

U5: Monitoring und Evaluierung umgesetzter Maßnahmen
Im Rahmen von Fahrzeugzählungen in den Wirtschaft-Mobil Betrieben (Juni & November) wurde die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen überprüft. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Mobil-Checks in zahlreichen Betrieben MitarbeiterInnen-Befragungen durchgeführt.


U6: Grenzüberschreitender Erfahrungsaustausch
Bei den regelmäßigen grenzüberschreitenden Partnermeetings tauschten sich die Partner und teilw. auch die assoziierten Partner sowohl fachlich zum Thema BMM als auch über den Projektverlauf und die Ergebnisse des Projekts aus. Insgesamt fanden drei internationale Fachtagungen (Vorarlberg, Liechtenstein, St. Gallen) zum Thema Pendlermobilität statt, bei dem sich Gemeindevertreter, Fachplaner, Mobilitätsmanager Betriebe, Vertreter von Institutionen, politische Vertreter, Verkehrsverbünde fachlich im Themenbereich betriebliches Mobilitätsmanagement weiterbilden und austauschen und ihr berufliches Netzwerk in diesem Thema vertiefen und erweitern konnten. Für alle interessierten Partner und assoziierten Partner fanden zwei Exkursionen zum Thema grenzüberschreitende Pendlermobilität statt (Grenzraum Basel und Tessin).


Kommunikation PEMO
Aufbauend auf der Kommunikationsstrategie und dem –plan gab es zahlreiche Medienmitteilungen und Medienkonferenzen zum Thema BMM und den umgesetzten Aktionen. Darüber hinaus wurde in Newslettern, Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen über PEMO berichtet. Im Zuge der Pendlerkampagne wurden viele Mitarbeitende für das Thema aktive Mobilität und Gesundheit sensibilisiert.

 

  Projekttitel

Nachhaltige Pendler-Mobilität

Website https://www.energieinstitut.at/unternehmen/programme/pemo/
Projektzeitraum 01.01.2016 - 31.12.2018

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 30,00%

Beteiligte Länder

DE, CH, AT, FL
   
   

 

Leadpartner

Energieinstitut Vorarlberg
Fachbereich Mobilität
Stadtstraße 33/Campus V
6850 Dornbirn
Österreich

Projektpartner

  • Kanton St. Gallen, Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (CH)
  • Land Liechtenstein, Amt für Bau und Infrastruktur (FL)
  • Landkreis Lindau (D)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 197.566,50
€ 118.539,90
Schweiz: € 221.429,00 € 66.428,70
Fürstentum Liechtenstein: € 148.640,00 € 0,00
Gesamt: € 567.635,50 € 184.968,60