Klimafreundliches Pendeln (ABH019)

Das Projekt basiert auf einer bereits durchgeführten Machbarkeitsstudie bei der ABB Schweiz zum klimafreundlichen Pendeln, die ein hohes Umsetzungspotential für elektromobiles Car-Sharing offenlegt. In der nun geplanten und wissenschaftlich begleiteten Praxiphase soll getestet werden, mit welchen Mechanismen und Anreizen dieses Potential bestmöglich ausgeschöpft werden kann, welche konkreten Umweltauswirkungen damit verbunden sind und wie eine Übertragsbarkeit auf andere Unternehmen erzielt werden kann.

In der Hochrheinregion (zwischen Basel und dem Bodensee) pendeln täglich rund 55.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem grenznahen Südbaden zu ihren Arbeitsplätzen in die Nordschweiz, wovon allein mehr als 35.000 aus den Landkreisen Lörrach und Waldshut stammen. Diese starken Verflechtungen sind nicht nur eine Herausforderung für den Arbeitsmarkt (Fachkräftemangel etc.), der Pendelverkehr verursacht auch erhebliche CO2- sowie Feinstaub- und Lärmemissionen. Diese zu mindern ist eine Herausforderung für die gesamte Region.

Tragfähige und ressourcenschonende Mobilitätslösungen für Arbeitnehmer/innen sind ein wichtiges Instrument, um die Lebensqualität in der Region ebenso wie die Attraktivität der Zusammenarbeit zu erhöhen. Gerade die Entwicklung grenzüberschreitender (Individual-) Elektromobilität ist besonders für die Hochrheinregion vielversprechend, da dort das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs aufgrund von Siedlungsstruktur und Topographie nur begrenzt ausweitbar ist. Hier setzt das Projekt mit einem konkreten Pilotvorhaben an, um einerseits CO2-Einsparpotentiale zu quantifizieren und andererseits Rahmenbedingungen und Anreizstrukturen für eine zukünftige dauerhafte Umsetzung von Elektromobilität aufzudecken.

Das Ziel des Vorhabens ist die Förderung des klimafreundlichen Pendelns in der Hochrheinregion am Beispiel der Wege der Mitarbeiter der Schweizer Firma ABB von der und zur Arbeitsstätte. Damit soll die Energiewende in der Schweiz und Deutschland aktiv unterstützt und zu einer Reduktion von Luftschadstoffen beigetragen werden. Zur Vorbereitung des Projektes wurde bereits bei ABB Schweiz eine Machbarkeitsstudie zum klimafreundlichen Berufspendeln der deutschen Mitarbeiter/innen durchgeführt. Daran waren das Regierungspräsidium Freiburg als Initiator, die Hochrheinkommission, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme, die Hochschule Offenburg sowie ABB Schweiz beteiligt. Die Studie umfasste alle relevanten technischen und administrativen Aspekte für die Umsetzung eines vom Unternehmen unterstützten Pendlerkonzepts. Dazu gehörte die Untersuchung des bisherigen Mobilitätsverhaltens der Pendler/innen sowie ihrer Bereitschaft, auf elektromobile Car-Sharing-Modelle umzusteigen.

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie soll nun in eine Praxisphase bei ABB Schweiz münden, die wissenschaftlich begleitet wird. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge und die Bildung von Fahrgemeinschaften mit diesen Elektrofahrzeugen sollen durch geeignete Mechanismen gefördert werden. Das Unternehmen unterstützt die strukturellen Voraussetzungen in Form von Know-how, personellen Ressourcen, E-Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur. Ein wichtiges Projektergebnis ist die Zusammenfassung und Veröffentlichung der gemachten Erfahrungen, damit auch andere Unternehmen ähnliche Mobilitätsstrategien anwenden und dabei von den Erfahrungen profitieren können.

 

  Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitforschung zur Etablierung eines klimafreundlichen Berufspendlerverkehrs in der Hochrheinregion

Website https://www.klimafreundlichpendeln.org/
Projektzeitraum 01.07.2015 - 30.06.2018

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 35,00%

Beteiligte Länder

DE, CH
   
   

 

Leadpartner

Hochschule Offenburg
Institut für Energiesystemtechnik
Badstraße 24
77652 Offenburg
Deutschland

Projektpartner

  • ABB Schweiz AG (CH)
  • Hochschule für Technik FHNW, Zentrum für Ressourceneffizienz (CH)
  • Hochschule Reutlingen (D)
  • Regierungspräsidium Freiburg, Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und europäische Angelegenheiten (D)
  • Kanton Schaffhausen, Staatskanzlei Koodinationsstelle für Aussenbeziehungen (CH)
  • Landkreis Waldshut, Amt für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr (D)
  • Kanton Aargau, Staatskanzlei, Abteilung Strategie und Aussenbeziehungen (CH)
  • Landkreis Lörrach, Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (D)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 341.821,40
€ 205.092,84
Schweiz: € 415.973,95 € 145.590,88
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 757.795,35  € 350.683,72