Elektrifizierung der Hochrheinstrecke (ABH032)

Die Zugstrecke zwischen Basel-Erzingen-Schaffhausen ist eine Bahnstrecke im Eigentum der DB-Netze, die mehrfach die D-CH-Grenze überquert. Diese Strecke ist zwischen Basel Bad. Bf und Erzingen auf einem letzten Teilstück von ca. 74 km noch nicht elektrifiziert. Ziel ist es, die Hochrheinstrecke zwischen Basel-Erzingen im vorhandenen Lückenschluss zu elektrifizieren, damit ein durchgängiger elektrischer Verkehr zwischen Basel und Singen und weitergehende Durchbindungen über die D-CH-Grenze möglich sind. Die Planungsphase 3 und 4 soll im Rahmen dieses Interreg-Projektes umgesetzt werden.

Die Elektrifizierung ist Voraussetzung dafür, dass modernes, behindertengerechtes Rollmaterial eingesetzt werden kann, zumal für die "schnellen" Interregio-Expresse, derzeit dieselbetrieben, keine Angebotsalternativen am Markt zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse der Vorplanung mit Kostenschätzung liegen vor, die nächsten Stufen (Planungsphase 3 und 4: Entwurf- und Genehmigungsplanung mit Kostenberechnung) sind Inhalt dieses Projektes.
Die Strecke hat eine hohe grenzüberschreitende Bedeutung, insbesondere als Teil der S-Bahn Basel, als Zulaufstrecke der S-Bahn Schaffhausen und als alternative und schnelle Verbindung zwischen der NWCH und der Ostschweiz als wichtige schnelle Verbindung zu innerschweizer Strecken. Eine moderne leistungsfähige Hochrheinstrecke fügt sich homogen in das grenzüberschreitende Bahnangebot und die Netzstrukturen der Region und darüber hinaus ein. Sie leistet einen Beitrag zu einer besseren und gleichmäßigeren Auslastung der gesamten Eisenbahninfrastruktur im Grenzgebiet. Sie ist eine wichtige deutsche Regionalstrecke in Südbaden, sie sichert die Anbindung zu den Fernverkehren in Basel und Singen.

Mit der Elektrifizierung kann eine Integration dieser bisherigen "Dieselinsel" in die umliegenden Verkehrsnetze erfolgen, auf Grund der verbesserungswürdigen Straßeninfrastruktur auf deutscher Seite ist die Hochrheinstrecke das Rückgrat des SPNV und für die weitere nachhaltige Entwicklung der Region entscheidend.
Die Projektpartner sind sich einig, dass mit der Elektrifizierung dieses Streckenabschnitts ein "Quantensprung" im Angebot und der Qualität erreicht werden kann. Dafür ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf den verschiedenen (Verwaltungs-) Ebenen erforderlich, weshalb zur Beförderung der Umsetzung das "Strategische Organ Hochrheinelektrifizierung", zusammengesetzt aus den regionalen Partner beiderseits der Grenze (Landkreise und Kantone, Regionalverband Hochrhein-Bodensee und Verein AggloBasel), sowie der entscheidenden übergeordneten Institutionen des Landes Baden-Württemberg und der Schweizer Eidgenossenschaft, gegründet wurde.

 

  Projekttitel

Elektrifizierung und Angebotsverbesserungen auf der Hochrheinstrecke. Teilprojekt: -Entwurfs-und Genehmigungsplanung-

Website  
Projektzeitraum 01.07.2016 - 31.12.2020

Kofinanzierungssatz

EU: 55,56%

Beteiligte Länder

DE, CH
   
   

 

Leadpartner

Landkreis Waldshut
Kaiserstraße 110
79761 Waldshut-Tiengen
Deutschland

Projektpartner

  • Land Baden-Württemberg, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (D)
  • Landkreis Lörrach, Dezernat III - Verkehr, Umwelt und Strukturpolitik (D)
  • Regionalverband Hochrhein-Bodensee (D)
  • Kanton Basel-Stadt, Bau- und Verkehrsdepartement (CH)
  • Kanton Schaffhausen Baudepartement/Koordinationsstelle öffentlicher Verkehr (CH)
  • Geschäftsstelle Agglo Basel Fachbereich S-Bahn (CH)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 9.000.000,00
€ 5.000.400,00
Schweiz: € 1.270.000,00 € 0,00
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 10.270.000,00 € 5.000.400,00