Bauen 4.0 (ABH103)

Das Projekt setzt sich mit der Europäischen Zielsetzung der Dekarbonisierung und der Digitalisierung auseinander. Im Kontext der Industrie 4.0, der geforderten Dekarbonisierung auf Europa Ebene und andauerndem Druck der Wirtschaft, stetig effizienter zu werden, hat sich das Projektteam verpflichtet, das Thema Bauen neu zu denken. Spezifisches Ziel ist die Verringerung der Luftverschmutzung, einschließlich der klimaschädlichen Luftverschmutzung.

Das Projekt 4.0 hat zum Ziel, durch die Anwendung moderner Produktionsmethoden und Logistikkonzepte, die Belastung für Natur, Umwelt und vor allem den Menschen zu reduzieren. Beispielsweise durch den Einsatz von 3D-Druckern wird neben der teilweisen Substitution vom Baustoff Beton, welcher ca. 50 % CO2-Produktion auf der Baustelle verursacht (1kg=500g CO2) und durch die Reduktion von Transporten und Verpackungsmitteln ein positiver Beitrag zur Umwelt geleistet. Gerade in grenznahen Bereichen nehmen Transporte aus Kostengründen stetig zu. Dies alles muss unter den unterschiedlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Schweiz und in der BRD betrachtet werden.

Die neuen Produktionskonzepte sollen die Fachkräfte an der Baustelle entlasten und berücksichtigen somit den vielerorts vorhandenen Fachkräftemangel. Durch den Wegfall von gesundheitsgefährdenden, "niederen Tätigkeiten" wie beispielsweise das Schlitzefräsen und die damit verbundene Feinstaubbildung, steigert sich die Attraktivität der beteiligten Handwerksberufe. Das Projekt entfaltet seine Wirkung über die Regionen hinaus und leistet somit nachhaltig seinen Beitrag zur Steigerung des Klima-, Umwelt- und Naturschutzes.

Maßnahmen zur Zielerreichung, insgesamt 6 Arbeitspakete:

AP1 Referenzmodell erstellen "Baustelle 4.0"
Hierbei ist darauf zu achten, dass sowohl eine europäische, wie auch eine nationale Aussage getroffen werden kann. Bei zu erwartenden Differenzen in den jeweiligen Regelwerken, müssen diese analysiert und dokumentiert werden.
 
AP2 Anwendung und Technologie Management
Die Herangehensweise an dieses Thema wird auf Länderebene geteilt erfolgen. So werden die CH-Partner sich mehr den wirtschaftlichen Themen widmen und die D-Seite mehr den Technologien und auch dem Datenmanagement. Nach Zusammenführung der Ergebnisse wird ein Komplettpaket mit Handlungshinweisen entstehen.
 
AP 3 Wirkmodell
Beim Wirkmodell werden die CH-Partner die konkreten Projektziele und deren Wechselwirkungen betrachten. Der andere Teil der Projektgruppe widmet sich den Auswirkungen auf der "übergeordneten" Ziele und der Umsetzung durch einen KVP. Auch hier werden Synergien geschaffen, da alle Projektpartner die Gesamtbewertung und die daraus entwickelten Tools nutzen werden. Durch die Betrachtung des gesamten Bauprozesses, von der Planung, der Steuerung bis zur Umsetzung und deren Auswirkungen auf die Umwelt ist dieser ganzheitliche Ansatz in seiner Art neu. Die Einbindung von, aus anderen Bereichen, bekannten Prozessen und Technologien verstärkt diese Innovation.
 
AP 4 - 6 Evaluation, Wissenstransfer, Ausbau Netzwerk 
Die Arbeitspunkte 4 bis 6 dienen der Validierung und der Interpretation der Ergebnisse, sowie deren Verbreitung in der Lehre und der Wissenschaft. Nutznießer der Ergebnisse sind unter anderem Kommunen, Baubehörden der Stadt- und Landkreise sowie die Regionalverwaltungen. Auf der privatwirtschaftlichen Seite profitieren Projektplaner, Projektsteuerer, die unterschiedlichen Baugewerke sowie die Bauherren und Bauunternehmungen.

Die wissenschaftliche und berufliche Ausbildung kann ebenfalls von den Ergebnissen profitieren, da diese direkt in die jeweilige Lehre integriert werden können. 

 

  Projekttitel

Bauen 4.0: Chancen und Herausforderungen durch den Einsatz des 3D-Druckers Emissionen zu senken, sowie durch Optimierung des Bauwesens LKW Transporte, Lärm- und Feinstaubbelastungen zu reduzieren.

Website  
Projektzeitraum 01.03.2020 - 31.05.2022

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH 50,00 %

Beteiligte Länder

DE, CH

 

Leadpartner

Verein Netzwerk Logistik Schweiz
Technoparkstraße 1
8005 Zürich
SCHWEIZ
 

Projektpartner

  • NetworkINGenieurgesellschaft mbH (D)
  • Intralogistik-Netzwerk in Baden Württemberg e.V. (D)
  • Frankfurt Economics AG (D)
  • ZHAW School of Management and Law (CH)
  • Logistikum Schweiz GmbH (CH)
  • Cablex AG (CH)
  • Hightech Zentrum Aargau AG (CH)
  • Prodartis AG (CH)
  • Adolf Würth GmbH & Co.KG (D)
  • Sto SE & Co. KGaA (D)
  • Hochschule Biberach (D)
  • Duale Hochschule Baden-Württemberg Lörrach (D)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU:

€ 390.101,25

€ 234.060,75
Schweiz: € 472.656,04
€ 236.328,01
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 862.757,32
€ 470.388,78