Geschäftsstelle Hochrheinkommission (ABH006)

Die Geschäftsstelle Hochrheinkommission (HRK) verfolgt das Ziel, vermehrt Interreg-Projekte in die Hochrheinregion zu holen, damit die Zahl der institutionellen Kooperationen steigt und ein Zusammenwachsen des Raumes über die EU-Außengrenze hinweg gefördert wird. Die HRK hat daher bereits für eine kurze Zeit einen entsprechenden, zeitlich befristeten Versuch zum Aufbau eines Interreg-Prozesstreibers unternommen. Nach den positiven Erfahrungen dieser Testphase soll nun ein Interreg-Prozesstreiber auf Dauer etabliert werden.

Die Hochrheinregion ist eine dynamische Grenzregion, mitten im Herzen Europas. Über eine Million Menschen leben und arbeiten hier im deutsch-schweizerischen Gebiet. Der Umgang mit verschiedenen Herausforderungen – Fachkräftemangel, Entwicklung von Bildungsinfrastruktur, demographischer Wandel, Entwicklung des Arbeitsmarktes (Grenzgänger), Verkehrsprobleme und Umweltbelastungen – kann nicht durch die Landesgrenze beschränkt sein, sondern bedarf grenzüberschreitender Lösungsansätze, z.B. bei der Infrastruktur und institutioneller Kooperationen. Dafür sind gute Kenntnisse beider Länder notwendig: Ihrer öffentlichen Strukturen, ihrer Einrichtungen und ihrer politischen Systeme. Ein intensiver Kontakt der verschiedenen Akteure muss über die Landesgrenze hinweg gewährleistet sein. Die Hochrheinkommission (HRK) mit ihrem Sach- und Hintergrundwissen und ihren Netzwerken ist eine ideale Plattform, um entsprechend zu agieren und gemeinsame Herausforderungen in der Region zu identifizieren, konstruktive Strategien zu initiieren und/oder weiter zu fördern, grenzüberschreitende Lösungen anzudenken und dafür Partner aus beiden Ländern zusammen zu bringen oder eigene Modellprojekte entsprechend ihrer Strategie anzustoßen.

Die HRK will durch eine 50%-Geschäftsführer-Stelle in diesem Aufgabenbereich ihr Service-Angebot deutlich verbessern und ausweiten. Ziel ist dabei, die institutionelle Zusammenarbeit in der Hochrheinregion zu intensivieren und auszuweiten.

Dies reicht von der Ebene der überregionalen Planung bei den Kantonen und Landkreisen bis hin zu Planungsverbänden oder auch zur Zusammenarbeit auf regionaler Ebene zwischen Kommunen auf beiden Seiten des Rheins. Das heißt, dass zum einen Herausforderungen projektbezogen angegangen und gelöst werden sollen. Gleichzeitig ist ein Ziel der Geschäftsführung der HRK, verstärkt grenzüberschreitende Netzwerke zu etablieren und jeweilige Zielgruppen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft oder Wissenschaft zusammenzubringen. Zudem will die HRK verstärkt eine Scharnierfunktion zwischen den Bereichen Bodensee und Oberrhein wahrnehmen und dabei neue Netzwerke und Kontakte aufbauen. Durch Informationstransfer zwischen den beiden Regionen sollen Redundanzen vermieden und Synergieeffekte kreiert werden.

Zudem stellt die HRK eine Stelle für einen Interreg-Prozesstreiber zur Verfügung. Dieser soll bei der Identifikation von Projekten helfen, mögliche Partner vermitteln und Unterstützung bei der Antragstellung leisten. Da Probleme und Interessen auf beiden Seiten des Rheins oft sehr ähnlich gelagert sind, bietet sich häufig eine gemeinsame Lösung an, bzw. eine Zusammenarbeit über den Rhein hinweg, um so Synergieeffekte zu nutzen und vom anderen lernen zu können. Zudem hat sich gezeigt, dass es für die Projektpartner hilfreich ist, wenn ihnen ein Interreg-Prozesstreiber in der Anfangsphase von der Projektidee bis zur konkreten Antragstellung Unterstützung bieten kann. In der vergangenen Förderperiode INTERREG IV sind relativ wenige Projekte aus dem Hochrhein-Raum gekommen. Die HRK ist überzeugt, dass der Interreg-Prozesstreiber mit grenzüberschreitenden Kompetenzen diesen Anteil erhöhen kann. Durch vermehrte INTERREG-Projekte aus der Region soll die Zahl der institutionellen Kooperationen gesteigert und das grenzüberschreitende EU-Förderprogramm insgesamt bekannter gemacht werden.

 

  Projekttitel

Geschäftsstelle der Hochrheinkommission plus Interregprozesstreiber

Website www.hochrhein.org
Projektzeitraum 01.01.2015 - 31.03.2021

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 50,00%

Beteiligte Länder

DE, CH

   
   

 

Leadpartner

Hochrheinkommission
im Auftrag des Regionalverbandes Hochrhein-Bodensee
Im Wallgraben 50
79761 Waldshut-Tiengen
Deutschland

Projektpartner

  • Landkreis Waldshut, Amt für Wirtschaftsförderung und Nahverkehr (D)
  • Landkreis Lörrach, Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (D)
  • Kanton Aargau, Staatskanzlei, Abteilung Strategie und Aussenbeziehungen (CH)
  • Kanton Schaffhausen, Staatskanzlei, Koordinationsstelle für Aussenbeziehungen (CH)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 247.396,89
€ 148.438,11
Schweiz: € 164.931,26
€ 82.465,62
Fürstentum Liechtenstein: € 0,00 € 0,00
Gesamt: € 412.328,13
€ 230.903,73