IBK-Kompetenzzentrum (ABH025)

Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) ist ein kooperativer Zusammenschluss der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Die IBK hat sich zum Ziel gesetzt, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken. Durch die politische Abstimmung und gemeinsame Projekte leistet die IBK einen nachhaltigen Beitrag zur Überwindung der Grenzen in der Region.

Damit die Grenzregion an Bodensee und Rhein ihre Potenziale dauerhaft in Wert setzen kann, braucht sie leistungsfähige Governance-Strukturen. Dazu müssen Plattformen geschaffen werden, um Strategien der territorialen Entwicklung grenzüberschreitend abzustimmen. Weiter bedarf es Koordinations- und Unterstützungsstrukturen für die Zusammenarbeit und die Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen. In der SWOT-Analyse zum Kooperationsprogramm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein wird festgehalten, dass es bereits ein gut entwickeltes Netzwerk der institutionellen Zusammenarbeit, insbesondere der Verwaltungen, aber auch der Hochschulen und der Verbände in etlichen Bereichen gibt. Dennoch wird in der grenzüberschreitenden Kooperationsstruktur Handlungsbedarf gesehen, etwa hinsichtlich des grenzüberschreitenden Interessensausgleichs, bei der weitgehend fehlenden institutionalisierten Zusammenarbeit auf kleinregionaler Ebene oder in Bezug darauf, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit oftmals wenig transparent ist und vielfach eine nicht sehr hohe Akzeptanz aufweist. Die SWOT-Analyse sieht auch Gefahr zunehmender Belastungen der Kooperationsbeziehungen, etwa durch mehr räumliche Konflikte, durch übergeordnete politische Fragen oder zu wenig Einbezug der Zivilgesellschaft. Auch hier wird es darauf ankommen, dass auf die Bedürfnisse der Grenzregion zugeschnittenes Wissen generiert und bereitgestellt werden kann.

Mit dem Projekt verfolgt die IBK folgende Ziele:

  • Ausbau von Kompetenzen innerhalb der IBK durch fachübergreifenden Austausch, Projekte und durch optimierte Bereitstellung von Informationen auf der IBK-Webseite
  • Weiterentwicklung bestehender Kapazitäten der öffentlichen Verwaltung zur besseren Bearbeitung gemeinsamer Herausforderungen und neuer Aufgaben
  • Unterstützung der Entwicklung gemeinsamer Ziele und Strategien im Grenzraum sowie deren Realisierung in modellhaften Projekten
  • Stärkung nachbarschaftlicher Kontakte auf Ebene der Zivilgesellschaft
  • Erhöhung der Transparenz und der Akzeptanz der Kooperationsstrukturen, durch Bekanntgabe der entstandenen Kooperationen der IBK mit weiteren Akteuren, beispielsweise den Netzwerkstellen der Städte, Wirtschafts- und Sozialpartner oder Umweltverbände an die Öffentlichkeit
  • Verbesserte Außendarstellung der Aktivitäten der grenzüberschreitenden Governance-Strukturen
  • Verstärkte öffentliche Teilhabe an künftigen Projekten, um den Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Bodenseeregion zu intensivieren

 Im Projekt sind folgende Aktivitäten geplant:

  • Weiterentwicklung und Weiterbetrieb der IBK-Geschäftsstelle gem. Vereinbarung über die IBK-Geschäftsstelle (Beschluss IBK-Regierungschefkonferenz vom 12.12.2014)
  • Neustrukturierung von Beratungs- und Servicekapazitäten für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, z.B. Infodienste, allgemeine Fördermittelberatung, Kleinprojektefonds, Vermittlung von Kooperationspartnerschaften
  • Organisation, Realisierung und Unterstützung von Plattformen zur Vernetzung von Akteuren zu grenzüberschreitend relevanten Fragen aus den Handlungsfeldern des IBK-Leitbilds https://www.bodenseekonferenz.org/leitbild und den Themen mit erhöhtem Handlungsbedarf aus der SWOT-Analyse Interreg V ABH
  • Aufbereitung und Bekanntmachung von Information über grenzüberschreitende Herausforderungen und diesbezügliche Aktivitäten (z.B. Berichte, Statistiken, Karten)
  • Mitwirkung an Prozessen und Projekten zur Wahrnehmung der Grenzregion und zur Leitbildentwicklung und zur Intensivierung des Dialoges mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Bodenseeregion
  • Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und der zielorientierten Kommunikation der IBK inkl. der dafür notwendigen Instrumente

 

  Projekttitel

Kompetenzzentrum zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der internationalen Bodenseeregion

Website www.bodenseekonferenz.org
Projektzeitraum 01.01.2015 - 31.03.2021

Kofinanzierungssatz

 

EU: 60,00%

CH: 50,00%

Beteiligte Länder

DE, CH, AT, FL
   
   

 

Leadpartner

Internationale Bodensee Konferenz
Benediktinerplatz 1
78467 Konstanz
Deutschland

Projektpartner

  • Freistaat Bayern, Staatskanzlei (D)
  • Land Vorarlberg, Amt der Vorarlberger Landesregierung (AT)
  • Kanton Appenzell Ausserrhoden, Kantonskanzlei (CH)
  • Kanton Appenzell Innerrhoden, Ratskanzlei (CH)
  • Kanton St. Gallen, Staatskanzlei (CH)
  • Kanton Schaffhausen, Staatskanzlei (CH)
  • Kanton Thurgau, Staatskanzlei (CH)
  • Kanton Zürich, Staatskanzlei (CH)
  • Fürstentum Liechtenstein, Regierungskanzlei (FL)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 966.992,00
€ 580.195,20
Schweiz: € 905.826,00 € 452.913,00
Fürstentum Liechtenstein: € 68.932,00 € 0,00
Gesamt: € 1.941.750,00 € 1.033.108,20