AMIGO (ABH089)

Ziel von AMIGO ist es, Pendlerinnen und Pendler zum Umstieg auf gesunde und umweltfreundliche Mobilität zu bewegen. Der Arbeitsweg soll gleichsam zum „Fitnessstudio“ werden. Die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll verbessert und eine Entlastung im motorisierten Pendlerverkehr erreicht werden. Darüber hinaus sollen Synergien und Kooperationen zwischen Programmen des Betrieblichen Mobilitäts- und Gesundheitsmanagements intensiviert werden. Vor allem aber auch die grenzüberschreitende Kooperation von Institutionen und Einrichtungen, die sich mit diesen Themen befassen.

Im dreijährigen Interreg-Projekt AMIGO werden Maßnahmen zur aktiven und gesunden Pendlermobilität entwickelt, in Form von Experimenten in den beteiligten Pilotbetrieben getestet und auf ihre Wirksamkeit hin analysiert.

Programme zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören in vielen Betrieben zum Standardangebot. Dieses beinhaltet neben der betrieblichen Vorsorge auch Sportangebote wie z.B. ein firmeninternes Fitnessstudio. Die Förderung aktiver Mobilität am Arbeitsweg berücksichtigt bestehende Gesundheitsprogramme jedoch kaum. Gleichzeitig stoßen die Straßenverbindungen zu den Hauptpendelzeiten in der Region Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein an ihre Kapazitätsgrenzen. Das beeinträchtigt einerseits die Erreichbarkeit im Personen- und Güterverkehr, andererseits verschlechtert es auch die Lebensqualität der Bevölkerung durch Verkehrslärm und Schadstoffemissionen. Analysen zeigen, dass rund 70 Prozent der ArbeitnehmerInnen maximal 15 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen. Doch nur 10 Prozent der PendlerInnen gehen zu Fuß oder fahren mit dem Rad/E-Bike.

Gemeinsam mit Pilotbetrieben werden im Rahmen von AMIGO Experimente erarbeitet, um die Anzahl der gesund und umweltfreundlich mobilen PendlerInnen zu erhöhen. Dabei orientieren sich die Interventionen an den Rahmenbedingungen und Bedürfnissen der einzelnen Betriebe. Bei der Planung der Experimente werden zudem MitarbeiterInnen in Dialoggruppen miteinbezogen, um die Zielsicherheit der Maßnahmen zu erhöhen. Durch eine Prä-/Post-Befragung soll deren Wirkung detailliert analysiert werden.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie sollen genutzt werden, um Verhaltensänderungen bei MitarbeiterInnen anzustoßen und zum Umstieg auf zu Fuß gehen, das Rad, Bus und Bahn zu motivieren. Das Advisory Board, das aus ExpertInnen der Gesundheitsforschung, des Mobilitätsmanagements und der Verhaltensökonomie besteht, bietet dabei wissenschaftliche Unterstützung.

Die Pilotbetriebe erarbeiten mit Unterstützung der Projektpartner und des Advisory Boards Aktionsprogramme, die gesunde und umweltfreundliche Mobilität anstoßen, fördern und belohnen. Dabei setzt AMIGO primär bei jenen MitarbeiterInnen an, die eine Alternative zum Auto am Arbeitsweg verfügbar und zumindest schon einmal über den Umstieg nachgedacht, diesen aber noch nicht umgesetzt haben. Gleichzeitig setzt AMIGO Maßnahmen, die jene MitarbeiterInnen, die bereits vorbildlich unterwegs sind (Role Models), in ihrem Verhalten stärken.

Grundlage für die Aktionsprogramme/Experimente bilden professionelle Analysen des Betrieblichen Mobilitätsmanagements (BMM) und der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGM) in den Pilotbetrieben.

Die Erkenntnisse von AMIGO sollen möglichst vielen Betrieben zugute kommen und den Werkzeugkoffer der PEMO Pendlerbox ergänzen. AMIGO will zudem den grenzüberschreitenden Austausch und die Zusammenarbeit auf institutioneller Ebene anregen und politische sowie systemische Empfehlungen zur verstärkten Kooperation zwischen BMM und BGM geben.

 

 Projekttitel

Aktive Personenmobilität in Gesundheitsprogramme von Organisationen integrieren
Website  
Projektzeitraum 01.06.2019-30.06.2022

Kofinanzierungssatz

EU: 60,00 %

CH: 30,00 %

Beteiligte Länder

D, AT, CH, FL
   
   

 

Leadpartner

Energieinstitut Vorarlberg GmbH
Mobilität
Stadtstraße 33
6850 Dornbirn
Österreich

 Projektpartner

  • aks Gesundheit GmbH (AT)
  • Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (CH)
  • Fürstentum Liechtenstein (FL)
  • Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben (D)



 

 

 

 

 

 

Kosten

Förderung

EU: € 162.192,82
€ 97.315,69
Schweiz: € 180.890,00
€ 54.267,00
Fürstentum Liechtenstein: € 149.997,50 € 0,00
Gesamt: € 493.080,32 € 151.582,69